Rätsel des öffentlichen Nahverkehrs …

Der öffentliche Nahverkehr gibt nun Gas; zumindest gewinne ich diesen Eindruck, wenn ich mich vom Land in die Großstadt begebe. Hier wundere ich mich umso mehr, warum an einem sonnigen Herbsttag so viele Autos und so wenig Fahrräder sich den Weg durch den Großstadtdschungel bahnen.

Dieses nahtlose Netz an der alternativen, integrierten und schnellen Fortbewegung nimmt ein jähes Ende, wenn ich mich dann wieder zurück auf das Land begebe. Der stündlich fahrende Zug bringt mich mit Verspätung an meinen Endbahnhof: Nun werfe ich einen Blick auf den mir dort gebotenen Anschluss:

In der Schulzeit wird ein Bus zur Weiterfahrt feilgeboten, der aber leider nicht in meine Richtung fährt. Das ist nicht viel und an die Zeiten hält sich da sowieso niemand. Der Bus kommt mal früher, mal später. Aber wie gesagt: Es ist ja nicht meine Richtung. Taxis gibt es hier nicht. Fahre ich vom nächst größeren Städtchen kann ich Glück haben, aber meist wartet man hier eine halbe Stunde, bis ein Taxi sich erbarmt und mich für rund 18 Euro die rund vier Kilometer in mein Dorf transportiert. Da bleibt nur das Rad und das Hoffen auf die Versprechen der Politiker vor der Wahl. Ich jedenfalls fühle mich schon fast genötigt zur Landflucht.

Die Bahn investiert nun in den Bahnhof.

Hier wird die beleuchtete, aber wohl aus Sicht der Bahn veraltete Fahrplanauskunft durch eine neue, unbeleuchtete ersetzt. Ich bin Projekt-Manager und ich weiß, dass Pläne Absichtserklärungen sind und nicht viel mit der Praxis zu tun haben. Rückblickend weiß man dann sowieso alles besser. So ergeht es mir eigentlich täglich bei der Bahn mit den alten Plänen in den neuen Vitrinen. Hier hat die Analogisierung Vortritt. Die App funktioniert bis heute nicht für den Kauf von Tickets, ich sehe aber nun bei Tageslicht den guten Willen und hoffe auf rosigere Zeiten. Aber trotzdem sehe ich die Bahn wieder auf Spatzen schiessen:

Diese wird sicherlich bei den dann angebrachten Fahrbahnmarkierungen und bei dem flächendeckenden Ausbau des Mobilfunknetzes der dritten Generation sicherlich schon bald funktionieren. Jedenfalls, wenn man den Wahlversprechen (wieder eins) aller Parteien glauben darf: Schauen wir mal, dann sehen wir schon …

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