One step beyond!

Ich las gerade einen Artikel über die optimale Schrittlänge: gespannt verfolgte ich den Ausführungen des Autors. Als Kopfmensch ertrug ich die nichtssagenden, allgemeingültigen Aussagen und wartete gespannt auf eine Formel oder zumindest eine Tabelle, die mir hilft, auf Basis meines läuferischen Könnens, meiner Beinlänge und vielleicht der Laufrichtung (siehe “Im Supermarkt immer gegen den Uhrzeigersinn.”) analytisch einwandfrei und wissenschaftlich abgeleitet, meine individuelle Schrittfrequenz und –länge errechnen zu können.

Meine Erwartungshaltung verfehlte dieser Schreiberling: er philosophierte von der Unterdistanzleistungsfähigkeit über die Bremswirkung bis hin zur suboptimalen Schnelligkeit. Aber die ersehnte Antwort blieb er mir letztendlich schuldig.

Fortan beschäftigt mich das Thema “ Laufökonomie“. Also machte ich mich auf die Suche nach diesem heiligen Gral: Eine gute Einführung in dieses Thema bietet die Seite allwetterkind.de mit dem Beitrag „Die optimale Schrittfrequenz beim Laufen“.

Ich nutze aktuell meinen Fußsensor und die Pulsuhr zur Messung der durchschnittlichen Schrittfrequenz, -länge, Geschwindigkeit und Herzfrequenz.

Mir fällt bei der Analyse der Datenreihen auf, dass ich bei einer höheren Schrittfrequenz bei gleicher Geschwindigkeit einen niedrigeren Puls habe: folgerichtig habe ich mir vorgenommen mit einer höheren Frequenz zu laufen. Ich laufe nun die 5 min/km mit einer Frequenz von 166 Schritten/Minute. Dr. Marquards Internetauftritt „natural-running“ bietet in diesem Zusammenhang den lang erhofften Schrittfrequenz-Rechner. Nach dieser Kalkulation müsste ich für mein angestrebtes Tempo von 12 km/h oder 5 min/km eine Frequenz von 172 Schritten/Minute erreichen.

Alles in allem gilt aber: man darf solche Betrachtungen nicht zu ernst nehmen. Bei aller Theorie sollte der Spaß am Laufen nicht auf der Strecke bleiben. Sieht übrigens auch Achim Achilles in seiner Kolumne so.

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